Energieeinsparung
durch Optimierung des Raumklimas
MicroSilikat Farben beeinflussen die Behaglichkeit im Wohnraum
von Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann
Zwischen Technik und Marketing mag ein beständiges
Spannungsverhältnis bestehen, ob jedoch enthusiastische Vorfreude auf
vermeintliche Innovationen zu Aussagen verleiten oder aber gesicherte
Erkenntnisse die Grundlage sind, sollte sich feststellen lassen. Wenn auch
bei näherer Betrachtung Aussagen von Herstellern noch haltbar sind, wird
man nicht umhin kommen, die Gegebenheiten zu akzeptieren. Der Artikel soll
sich – wie der Titel es bereits sagt – konsequent auf den Einsatz von
MicroSilikat Farben im Gebäudeinneren beschränken und sich an ein
breiteres Publikum wenden.
Nach landläufiger Vorstellung sind Dispersionsfarben universell
einsetzbare Farben mit thermoplastischen Bindemitteln. Die
Thermoplastizität des wässrigen Produkts kann dazu führen, dass
Verschmutzungen sich dauerhaft anlagern können und die Oberfläche
vergraut. Beständige und nicht kreidende Dispersionsfarben benötigen eine
Mindestmenge an Bindemittel, wodurch deren Wasserdampfdurchlässigkeit im
mittleren Bereich angesiedelt ist. Soweit die allgemein vorherrschende
Auffassung. Dass Farben bedeutend mehr können als nur Farbe an der Wand zu
sein, wird in diesem Artikel erläutert.
ThermoShield
Interieur – eine Innovation bewährt sich seit 20 Jahren
Auch auf der bekannten Fachmesse „Farbe
– Ausbau & Fassade“, die im April in Köln stattfand, wurde deutlich: man
gibt sich innovativ.
Innen wie außen sind die Hersteller bemüht, den Farben Funktionen
beizubringen („mehr als nur Farbe“). Während die einen die Hydrophobierung
bevorzugen, gehen andere den hydrophilen Weg. Titaniumdioxid wird zum
Katalysator gekürt, obwohl so gut wie alle hellen Farben diesen Weißmacher
enthalten. Viele sehen Perspektiven in der Nanotechnologie. Hier wurde
viel entwickelt, demnächst sollen die gesundheitlichen Auswirkungen
erforscht werden, ebenfalls mit Steuergeld gesponsert. Die meisten der
zuvor erläuterten Technologien sind heute noch nicht ausgereift, um
tatsächlich einen Nutzen in der Praxis zu erzielen, wenngleich Labortests
dies belegen sollen.
ThermoShield gibt es mittlerweile seit etwas über 20 Jahren. Weltweit
werden die ThermoShield Produkte angewendet: im kalten Sibirien, im heißen
Dubai, im feuchten Indonesien usw. Seit 2003 wird ThermoShield in Berlin
von der SICC GmbH hergestellt und über ein eigenes Netz in Europa
vertrieben. Nach und nach nehmen immer mehr Fachhändler ThermoShield in
ihr Produktsortiment auf.
Kann man nach 20 Jahren noch von einer Innovation sprechen? Ja. Zum einen
ist selbst für Fachleute Bekanntes neu und zum anderen entwickelt die
Berliner SICC GmbH die Produktpalette beständig weiter. Was Konsistenz und
Verarbeitung betrifft, ist ThermoShield wie jede normale Dispersionsfarbe
zu sehen. Farbtechnisch gesehen gehört ThermoShield zur Farbgruppe der
MicroSilikat Farben.
Durch die mit ca. 50 Vol.- % beigemischten Keramikhohlkügelchen (3M: „bubbles“)
und das besondere Bindemittel in Verbindung mit Aktivatoren entsteht eine
Membranstruktur mit einem Mikroporensystem, die durch eine hohe Stabilität
und besondere Wirkmechanismen gekennzeichnet ist.
ThermoShield ist eine Multifunktionsmembran, daher kann man sie nicht in
nur eine herkömmliche Kategorie einordnen und den Komplex von
Wirkmechanismen darauf beschränken. Hinsichtlich Raumklima und Bauphysik
weist die HighTech Beschichtung Wirkungen auf, die sie deutlich von
herkömmlichen Farben unterscheidet.
Was leistet ThermoShield?
- Entfeuchtung der Wand
- Trockenhalten der Wand
- Anhebung der Oberflächentemperatur
- Vergleichmäßigung der Oberflächentemperatur
- Wärmerückstrahlung in den Raum

Bild 01:
Thermische Behaglichkeit durch ThermoShield, Grafiken: SICC GmbH
Dies soll im Folgenden näher betrachtet werden.
Variable
Diffusionsoffenheit
Eingangs wurde erwähnt, dass nach landläufiger Meinung die
Wasserdampfdurchlässigkeit von Dispersionsfarben im mittleren Bereich
angesiedelt ist. Man kennt es aus dem Produktsegment der Dampfbremsen: es
gibt sogar intelligente, feuchtevariable. Feuchte variabel bedeutet
hierbei: je nach Umgebungs-feuchte (rLF) ändert sich der sd-Wert.

Bild 02:
Der sd-Wert von ThermoShield Interieur variiert zwischen 0,02 und 1,7,
Quelle: TNO Report 2004-BS-B /MNA vom 01.03.2004
Die ThermoShield Membran ist variabel diffusionsoffen. Der
wert für den Feuchtbereich ist mit 0,019 ganz weit unten angesiedelt. Die
feuchtevariablen sd-Werte hatten zuvor bereits andere Institute gemessen:
FWS 1997, Fraunhofer IBP 1999, EMPA 2000.
ThermoShield
als hygrische Diode
In seinen Untersuchungen aus 2003-2004 kam das holländische
Bauphysikinstitut TNO zu dem Ergebnis, dass ThermoShield Interieur als „hygrische
Diode“ funktioniert ("The assumption is made that TSI may act as a hygric
'diode'.", Report
s.o.).
Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal, bei keiner anderen Farbe
ist bislang diese Funktion untersucht und bestätigt worden. In praktischen
Großfeldversuchen im schimmelgeplagten sozialen Wohnungsbau (in-situ Test)
wurde die hervorragende Eignung von ThermoShield zur Schimmelprävention
bestätigt.

Bild 03:
Badzelle mit Außenwand, vorher

Bild 04:
Erfolgreiche Schimmelprävention
mit ThermoShield
Ein einfaches
Messbeispiel
Die Raumklima beeinflussende Wirkung von ThermoShield lässt
sich schon mit einfachen Mitteln nachweisen. Eine Messreihe in einer
slowenischen Schule im Zeitraum Dezember 2001 bis Januar 2002 belegt die
Wirkung von ThermoShield:

Bild 05:
Anhebung der Raumlufttemperatur (Ø tRL) durch ThermoShield, Werte von 8:00
und 11:00
Neben einer Anhebung der Raumlufttemperatur wurde eine
Absenkung der Raumluft-feuchte festgestellt. Hierbei handelt es sich um
zwei wichtige Kenngrößen, welche durch ThermoShield positiv beeinflusst
werden.

Bild 06:
Absenkung der Raumluftfeuchte (Ø rLF) durch ThermoShield, Werte von 8:00
und 11:00
Der Vergleich zu einem mit herkömmlicher Farbe gestrichenen
Raum erbrachte im mit ThermoShield beschichteten Raum eine um 4-4,5 K
höhere Raumlufttemperatur.

Bild 07:
durchschnittliche Raumlufttemperaturen im Vergleich, ThermoShield (links)
vs. Farbe (rechts)
Eine
Raumklimaanalyse
Im September 2005 erfolgte eine wissenschaftliche
Raumklimaanalyse in Büroräumen der Deutschen Welle in Bonn (Schürmannbau).
Prof. Marx von der TFH Berlin führte die Messung mit seinem 1975
erfundenen Raumklimaanalysator in identischen Räumen durch. Es handelt
sich um eine anerkannte Messmethode, die den Menschen im Raumklima zum
zentralen Gegenstand macht.
Erfasst und ausgewertet werden:
- die Lufttemperatur, trocken
- die Lufttemperatur, feucht
- die relative Luftfeuchte
- die Luftgeschwindigkeit
- die Empfindungstemperatur tE
- die mittlere Umschließungsflächentemperatur tU
(Hüllflächentemperatur)
Hierbei wird die Funktion der Haut als Wärmesensor berücksichtigt sowie
der Umstand, dass sich der Mensch im Strahlungsaustausch mit seiner
Umgebung befindet. Die gemessenen Werte bestätigen objektiv, was
zahlreiche Anwender zuvor subjektiv bekundeten: Thermo- Shield verbessert
die thermische Behaglichkeit.

Bild 08:
Vergleich des Auskühlverhaltens,
Dt
in K, ThermoShield (links) vs. Farbe (rechts)

Bild 09:
Vergleich des Auskühlverhaltens,
DtU
und DtE
in K, ThermoShield (links) vs. Farbe (rechts)
Der ThermoShield beschichtet Raum kühlte langsamer aus und er
ließ sich schneller aufheizen.
Die Luftfeuchte wird im optimalen Bereich gehalten.
Die Empfindungstemperatur wird im Zusammenspiel mit den anderen
Raumklimafaktoren optimiert.

Bild 10:
Vergleich der Luftfeuchteveränderungen, ThermoShield (links) vs. Farbe
(rechts)
Es handelt sich hierbei um messtechnische Belege, eine
Objektivierung. Die hier angewandte Messmethode ist inzwischen von anderen
Unternehmen aus der Farben- und Putzbranche adaptiert worden (SOLAKLIM,
Düsseldorf, Franken Maxit GmbH, Azendorf).
TEE: thermische
energetische Effizienz
Dass sich der Mensch im Raumklima wohl fühlt, ist natürlich
ein wichtiger Aspekt. Nicht uninteressant ist aber auch der ökonomische
Aspekt. Effizienz bzw. Wirtschaftlichkeit bedeutet, möglichst viel mit
möglichst wenig Aufwand zu erreichen.

Bild 11:
Vergleich des Energieaufwandes zum Aufheizen, TEE (H) in kWh/K,
ThermoShield: 0,26, Farbe: 0,61.
Die Ergebnisse der Raumklimaanalyse belegen: ThermoShield
hilft Energie einsparen. Maßnahmen orientiert ist ThermoShield ein
wirtschaftlicher Beitrag zur Wärmedämmung (= Eindämmung der
Wärmeverluste).

Bild 12:
Vergleich des Auskühlverhaltens, TEE (K) in K/h, bezogen auf die mittlere
Umgebungsflächentemperatur tU: ThermoShield -0,01 vs. Farbe -0,08, bezogen
auf die Empfindungstemperatur tE: ThermoShield -0,02 vs. Farbe -0,12
Vergleicht man den Energieaufwand zum Aufheizen (TEE (H) in
kWh/K, ThermoShield: 0,26, Farbe: 0,61), wurde hier gemessen, dass der mit
ThermoShield beschichtete Raum mit nur 43% des Energieaufwandes des
Vergleichsraumes aufzuheizen war. Ein ähnliches Ergebnis liefert die
Analyse zum Auskühlverhalten: egal ob man auf die mittlere
Umgebungsflächentemperatur tU oder auf die Empfindungstemperatur tE bezieht: der Energieverlust ist im mit ThermoShield
beschichteten Raum bedeutend geringer (1:6 bzw. 1:8).
Hierbei handelt es sich bei den Kenngrößen TEE (H) in kWh/K (=
Energieaufwand zum Aufheizen) sowie TEE (K) in K/h (= Energieverlust
infolge des Auskühlverhaltens) um messtechnische Belege.
Eine simple Erklärung für die Wärme isolierende Wirkung der ThermoShield
Membran liefern zudem die Untersuchungsergebnisse der Universität Burgas
aus 2001. Da es um eine Innenbeschichtung für Wand- und Deckenflächen
geht, wurden Untersuchungen in Hinblick auf den konvektiven Wärmeübertrag
angestellt. Im Vergleich zu Beton, Latexfarbe, Ziegel, Kunststoff, Holz
und Teppich (Bild 13, v.l.n.r.) hat ThermoShield eine deutlich kleinere
Wärmeeindringzahl und die höchste Kontakttemperatur.

Bild 13:
Universität Burgas, 2001: ThermoShield (rechts) hat eine hohe
Kontakttemperatur und eine geringe Wärmeeindringzahl
Diese Begriffe lassen sich am einfachsten erklären, indem man
auf den Unterschied verweist, wenn man die Hand auf eine Glasplatte und
auf eine Holztafel legt. Eine Behinderung des Wärmeeintrages in die
beschichteten Hüllflächen wirkt sich auf die Energiebilanz aus.
Wirksamkeit
gegen Schimmel und Wärmebrücken
Untersuchungsergebnisse zur entfeuchtenden Wirkung von
ThermoShield liegen u.a. vor von der GWD Berlin Adlershof (2001) und den
PKKZ Torun (2004). Das kapillare Transportprinzip „von groß nach klein“ –
gemeint sind die vom Ziegel über den Putz zur Membran kleiner werdenden
Poren – ist leicht nachzuvollziehen.
Dieses Prinzip wird bei diversen Sanierungssystemen angewendet (Sanierputze,
retec® für WDVS von Weber-Broutin). Zur Abgrenzung sei erwähnt, dass die
Kapillarhydrophobie beim Innenanstrich keine Rolle spielt. Die Vorgänge
des kapillaren Transportes sind nicht mit der Diffusion gleichzusetzen.
Kapillartransport und Diffusion können in der dynamisch geprägten Praxis
gleichzeitig und sogar gegenläufig stattfinden.

Bild 14:
Wärmebrücken werden in ihrer Wirkung kompensiert (Prof. Simov)

Bild 15:
Thermografieaufnahmen belegen: erhöhte und vergleichmäßigte
Oberflächentemperaturen durch ThermoShield (Prof. Simov)
Die entfeuchtende Wirkung der Membran ( = Reduzierung der
Feuchtepotenziale) in Verbindung mit der bereits erwähnten leichten
Anhebung und spürbaren Vergleichmäßigung der Oberflächentemperaturen
bewirkt neben einer erprobten Schimmelprävention eine weitgehende
Kompensation der Wirkung von Wärmebrücken. Die Wärmebrücken sind
konstruktiv noch vorhanden, jedoch wird deren nachteilige Wirkung
abgeschwächt bis aufgehoben. Dies belegen u.a. die Untersuchungen von
Prof. Simov, Universitäten Sofia / Burgas, Bulgarien, aus 2003/2004.
Oberflächendynamik
Oberflächendynamik bedeutet, wie gut (oder auch: wie
schlecht) eine Farbe mit normaler Schichtstärke von 250…300
m
auf dynamische Verhältnisse reagiert.

Bild 16:
Die MicroSilikat Farbe Thermo-Shield weist im Vergleich zu herkömmlichen
Farben eine signifikant bessere Oberflächendynamik auf (Delzer Kybernetik,
Lörrach, 2004)
Die hierfür geeignete Versuchsanordnung wurde von der Delzer
Kybernetik GmbH entwickelt, um für ein dynamisches Rechenprogramm
(Simulation) Materialkennwerte zu finden. Selbst wenn man diese Versuche
in der Klimakammer auf die Kennwerte Raumlufttemperatur und -feuchte
beschränkt, kommt man zu erstaunlichen Ergebnissen und demzufolge auch zu
geeigneten Lösungsansätzen.
Als das holländische Bauphysikinstitut TNO im Rahmen seiner
Laboruntersuchungen nach herkömmlichen genormten Strickmustern einer
Lösung nicht so recht näher kommen wollte, diente der Materialtest zur
Oberflächendynamik nach Delzer als Lösung des Problems.

Bild 17:
Taupunktüberschreitung (Kurve 2) durch ThermoShield verhindert
Kondesnatbildung (Prof. Simov, 2003)
Dabei sind es nicht immer die spektakulär hohe Werte, die
Beachtung finden sollten. Oft sind es kleine, aber feine Unterschiede, die
das bekannte Zünglein an der Waage bilden. Bereits Größenordnungen von 1-2
K stellen eine beachtliche Größenordnung dar. Dies kann bei der so
genannten Taupunktverschiebung schön völlig genügen.
Praxistests in Bulgarien (Bild 17) haben ergeben, dass die Thermo-Shield
beschichtete Wand mit ihrer Oberflächentemperatur (Kurve 2) über der
Taupunktlinie (Kurve 4) liegt. Hingegen schneidet die Kurve 3 (Latexfarbe)
die Taupunktlinie (rot eingekreist). Die Feuchte regulierende Wirkung von
ThermoShield wurde messtechnisch in der Praxis sowie experimentell
nachgewiesen.
Sommerliche
Kühlwirkung
Es mag sicher etwas anspruchsvoll erscheinen, wenn es um die
vereinfachte Erklärung der sommerlichen Kühlwirkung geht. Dass man das
Fenster öffnet, um warme Luft herein zu lassen, damit es drinnen kühler
wird? – Dies mag schwer vorstellbar sein, ist jedoch gesicherte Kenntnis.

Bild 18:
Sommerliche Kühlwirkung durch ThermoShield:
DtLtr,
DtLf,
DtU und
DtE in K
Die Messreihen der Raumklimaanalyse (DW, Bonn, September
2005) haben auch hierzu den messtechnischen Beleg erbracht. Bild 18 zeigt:
nach anfänglichem leichtem Temperaturanstieg sinken Lufttemperatur feucht,
Umgebungs- und Empfindungstemperatur infolge geöffneter Fenster.

Bild 19:
Vergleich des Lüftungsverhaltens,
DtLtr,
DtLf,
DtU und
DtE in K, ThermoShield (rot) vs. Farbe (blau)
Dass dies keine Eigenschaft ist, welche sich auch auf andere
Farben übertragen lässt, zeigt Bild 19: bei ThermoShield sinken die Werte,
bei der herkömmlichen Farbe steigen sie an, die Lufttemperatur trocken
signifikant.
Giftfrei,
lösemittelfrei und ohne Schadstoffe
ThermoShield ist nachgewiesen frei von Giften und
Schadstoffen, als Lösemittel wird Wasser verwendet. Daher ist ThermoShield
allergikergeeignet und gesundheitlich völlig unbedenklich, da keine Stoffe
ausgasen. Dies belegen u.a. auch Hygieneatteste. Aufgrund der eingangs
beschriebenen Wirkmechanismen funktioniert ThermoShield zur
Schimmelprävention auch ohne Giftzusätze. Dabei herrscht unter Fachleuten
die Meinung, Fungizide und Algizide in Farben würden bei „kritischen“
Objekten nach wie vor unverzichtbar bleiben (z.B. werden daher ca. 5.000
to Pestizide p.a. von Fassaden in die Umwelt ausgewaschen).
Die GWD Berlin Adlershof gibt in ihrem Bericht Nr. 00/088 vom 09.06.2000
für ThermoShield an:
- keine Weichmacher
- keine leichtflüchtigen Aromaten (BTEX)
- keine Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW)
- kein Fluor, Blei, Cadmium
- kein Kobalt, Quecksilber
- keine leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffe (LHKW)
- Zinkgehalt aus zinkhaltigen Pigmenten (gesundheitlich unbedenklich)
Das Sanitätsdepartment des Kanton Basel-Stadt stellte im November 2000
fest: Thermo-Shield Interieur ist frei von Isothiazolinon.
Fazit
Die thermokeramische Membrantechnologie mit endothermischen
Effekten® ist ausgereift. Sie erzielt einen echten Nutzen, wie Experiment
und Praxis beweisen.
DIMaGB, Berlin
30.08.2007
:: Eine Farbe gegen Schimmel
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Schimmelpilzbekämpfung: hygrische Diode
Der Begriff der Diode im herkömmlichen Sinn: Die Diode (griech:: di zwei,
doppelt; hodos Weg) ist ein elektronisches Bauelement mit zwei Polen, das eine
unsymmetrische und nichtlineare Kennlinie besitzt. Eine Diode ist für Strom, der
in eine Richtung fließt, durchlässig und für Strom, der entgegengesetzt durch
den Leiter fließt, unterhalb der Durchbruchspannung ein Isolator. Hierdurch
kommt es zur Gleichrichtung des Stroms, da der Strom die Diode nur in eine
Richtung passieren kann. Dioden kann man also mit einem mechanischen
Rückschlagventil vergleichen, da dieses auch nur Massenfluss in eine Richtung
erlaubt. Der Begriff Diode wird als Synonym für den Begriff "ungesteuerter
Gleichrichter" verwendet.
Zitat aus aus der freien Enzyklopädie
Wikipedia, basierend auf dem Artikel
Diode und steht
unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine
Liste der Autoren verfügbar.
Eine hygrische Diode ist z.B. eine Membran, die für den Wassertransport eine
eingrenzende Wirkung zeigt. Es kommt zur Gleichrichtung des Wassertransportes,
da das Wasser die hygrische Diode nur in eine Richtung passieren kann. Die
hygrische Diode kann man also mit einem mechanischen Rückschlagventil
vergleichen, da dieses den Massenfluss nur in eine Richtung erlaubt.
DIMaGB
Als Beispiel für eine hygrische Diode nennt das niederländische
Bauphysikinstitut TNO die thermokeramische Membrantechnologie mit
endothermischen Effekten® im Ergebnis seiner
wissenschaftlichen Untersuchungen aus 2005. Hierbei handelt es sich um
einen innovativen Baustoff, der technisch als eine Farbe zu betrachten ist
(gleiche Anforderungen an den Untergrund, gleiche Verarbeitung), sich aber als
Beschichtungstechnologie in seiner Wirkung deutlich von herkömmlichen Farben
abhebt.
:: Eine Farbe gegen Schimmel
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Ionisierter Sauerstoff
Sauerstoff ist nur dann biologisch aktiv, wenn er negativ geladen ist!
So ist z.B. Waldluft mit 50.000 Ionen pro cm3 am höchsten Ionisiert. Innenräume
in Städten verfügen über lediglich 40 - 50 Ionen pro cm3.
Negative Ionen binden Staub, Gerüche, Rauch, Viren und Bakterien und lassen
diese zu Boden sinken. D.h. es werden wesentlich weniger "Schadstoffe"
eingeatmet.
aus: Pressemitteilung
Aussender: ACE Handels- und Entwicklungs GmbH
Datum: 21.10.2004
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Schimmelpilzbekämpfung: Borax
Borax, auch Tinkal oder Natriumborat genannt, ist mit der chemischen
Zusammensetzung Na2B4O5(OH)4.8H2O
das bedeutendste Borat-Mineral und eine wichtige Bor-Verbindung. Es
kristallisiert im monoklinen Kristallsystem, hat eine relativ geringe Härte
zwischen 2 und 2,5 und eine weiße Farbe und Strichfarbe. Gelegentlich ist es
auch farblos. Die Kristalle haben meist einen säuligen Habitus.
Die bei der Verbrennung von Methanol mit Borax auftrendende Flammenfärbung
(grün) kann als einfacher Nachweis für diesen giftigen Stoff verwendet werden.
Vorkommen
Borax kommt in der Natur in kristalliner oder massiver Form ähnlich wie Anhydrit
oder Gips als Evaporit vor, entsteht also durch die Austrocknung von Salzseen,
die dann auch Boraxseen genannt werden und tritt daher als Sediment auf. Daneben
findet man es auch in vulkanischen Schloten. Ein natürliches Vorkommen gibt es
in Boron in Kalifornien, wo es im Tagebau abgebaut wird.
Verwendung
Anwendung findet Borax in erster Linie bei der Herstellung von Glas, Email,
Keramik und Seife, in Waschmitteln und Wasserenthärtern, daneben auch als
Antioxydationsmittel beim Feuerschweißen, in der chemischen Industrie und der
Nahrungsmittelindustrie. Als Lebensmittelzusatzstoff hat es die Bezeichnung E
285.
Im Haushalt findet Borax als Desinfektions-, Putz- und Bleichmittel und als
Insektizid Verwendung.
Borax wird außerdem als Nachweis für das giftige Alkanol Methanol gebraucht.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Borax aus der freien Enzyklopädie
Wikipedia und steht
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Schimmelpilzbekämpfung: Pottasche
Kaliumcarbonat (Pottasche), K2CO3, das Kaliumsalz der Kohlensäure bildet ein
weißes, hygroskopisches Pulver mit einer Schmelztemperatur von 894 °C und einer
Dichte von 2,43 g/cm3. Der Name Pottasche kommt von der alten Methode der
Anreicherung von Kaliumcarbonat aus Holzasche mittels Lösung der Salze durch
Auswaschung mit Wasser und anschließendem Eindampfen in Töpfen (Pötten). Der
traditionelle Name stand auch Pate für den englischen Namen von Kalium:
potassium.
Verhalten
In Wasser ist es sehr leicht und gut löslich (1120g/L). Durch Hydrolyse reagiert
die Lösung wegen der Bildung von Kaliumhydroxid alkalisch: K2CO3
+ H2O -> KHCO3 + KOH.
Mit Säuren entstehen unter Kohlendioxidentwicklung die entsprechenden
Kaliumsalze. Bei Raumtemperatur kristallisiert es als Dihydrat aus der wässrigen
Lösung.
Vorkommen
in einigen Binnengewässern (Totes Meer, Lop Nor)
in einigen kleineren Lagerstätten
Gewinnung
Kaliumcarbonat lässt sich nicht wie Natriumcarbonat nach dem
Ammoniak-Soda-Verfahren gewinnen, da das Zwischenprodukt Kaliumhydrogencarbonat
zu gut löslich ist.
Carbonisierung von Kalilauge, als CO2-Quelle nutzt man überwiegend
Verbrennungsgase. Reaktion von Kalkmilch (Calciumhydroxid-Lösung) mit
Kaliumsulfat und Kohlenmonoxid bei 30 bar (Formiatverfahren). Das abgetrennte
Kaliumformiat wird anschließend oxidativ calciniert (technisch keine Bedeutung
mehr). Auslaugen von Pflanzenasche und anschließendem Eindampfen (historisch,
technisch keine Bedeutung mehr)
Verwendung
-
Herstellung von Schmierseifen
-
Düngemittel für saure Böden
-
Herstellung von Kaligläsern
-
Herstellung von Farben
-
Herstellung von fotografischen Entwicklern
-
wasserfreies Kaliumcarbonat wird im Laborbereich auch als Trocknungsmittel
eingesetzt.
-
Backtriebmittel für Flachgebäck ("Plätzchen", besonders Weihnachtsbäckerei)
und Teigen mit hohem Zuckergehalt.
-
als Ausgangsprodukt für andere Kaliumverbindungen.
-
Zum Entfernen von Asche aus Töpfen (1Eßl. auf die Kruste im Topf geben, über
Nacht stehen lassen und am nächsten Tag mit 1 Tasse Wasser aufkochen: die
Rückstände lösen sich flockig vom Topfboden)
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Pottasche aus der freien Enzyklopädie
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Liste der Autoren verfügbar.
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Test Anti-Schimmelmittel: Aus für ungebetene Gäste
Wer ein bisschen Schimmel im Bad hat, greift oft vorschnell zu
Antischimmelmitteln. Damit wird die eigentliche Ursache jedoch nicht
behoben. Viel schlimmer noch: Mit einigen Produkten holt man sich
gesundheitlich bedenkliche Chemikalien ins Haus.
Wenn sich Fugen und Silikondichtungen im Bad schwarz färben, steht man
nicht mehr allein unter der Dusche: Schimmelpilze haben sich eingenistet.
Auch die Wände sind nicht selten mit Schimmelflecken verunziert: Die
Feuchtigkeit schlägt sich in den kältesten Ecken des Raumes nieder und an
diesen nasskalten Stellen siedeln sich Schimmelpilze gerne an.
Um die Plage loszuwerden, greifen viele Leute zu Antischimmelmitteln. Doch
die Mittel wirken bestenfalls kurzfristig, wie ein Test der Medizinischen
Universität Lübeck zeigte. So ist das Problem nach einigen Wochen wieder
da, wenn sich an den äußeren Bedingungen nichts ändert. Wir haben 23
Schimmelentferner eingekauft und ins Labor geschickt.
Das Testergebnis
15 Schimmelentferner bewerten wir mit "sehr gut". Ein Produkt ist "gut",
sieben schneiden mit "befriedigend" ab. Die Bewertung der
Schimmelentferner gestaltete sich schwierig. Denn einige der mit "sehr
gut" bewerteten Produkte enthalten Wirkstoffe, die wir bei anderen
Produkten, zum Beispiel Allzweckreinigern, abwerten. Im Falle der
Schimmelentferner haben wir jedoch darauf verzichtet, da mit Hilfe dieser
Chemikalien der Schimmel zumindest kurzfristig beseitigt werden kann. In
der Regel werden Tenside eingesetzt, die die Zellwände der Pilze
zerstören. Beispiel Benzalkoniumchlorid: Dabei handelt es sich um ein
starkes Desinfektionsmittel, das die Haut reizen oder allergische
Reaktionen hervorrufen kann. Deshalb sollten bei der Anwendung von
Antischimmelmitteln generell Handschuhe zum Einsatz kommen. Bei der
Entsorgung verhält sich Benzalkoniumchlorid neutral und ist deshalb
ökologisch vertretbar.
Produkte, die dem Schimmel mit Natriumhypochlorit zu Leibe rücken, wurden
jedoch um zwei Stufen abgewertet. Diese auch als Aktivchlor bezeichnete
Chemikalie ist für die Gesundheit wie für die Umwelt sehr problematisch.
Wenn man den Sprühnebel einatmet, bilden sich im Körper chlororganische
Verbindungen, die als gesundheitsschädlich gelten. Was die Freisetzung von
Chlorgas betrifft, die in früheren Tests kritisiert wurde, gibt
ÖKO-TEST-Berater Dieter Wundram zumindest teilweise Entwarnung. "Bei
gleichzeitiger Anwendung eines säurehaltigen Putzmittels kann es zu einer
chemischen Reaktion kommen, bei der Chlorgas freigesetzt wird", sagt der
Experte. "Doch mittlerweile enthalten viele Antischimmelmittel Alkali als
Puffer, sodass sich diese Gefahr verringert hat."
Halogenorganische Verbindungen wiesen die Chemiker im Mellerud
Schimmel-Entferner Spezial-Reiniger nach, der deshalb nur mit "gut"
bewertet wurde. Den vollständigen Test lesen Sie in der Oktober-Ausgabe
der Zeitschrift Öko-Test oder unter www.oekotest.de.
Quelle: Ökotest, 04.10.2005
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