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Schimmel: 12 Tipps vom DMB
„Schimmelpilz-Leitfaden" 1
„Schimmelpilz-Leitfaden" 2
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Schimmel: 12 Tipps vom DMB

Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnungen sind nicht nur optische Ärgernisse. Sie sind auch schädlich und können Atemwegsbeschwerden, Allergien, Infektionen oder sogar Krebs hervorrufen. Viele gute Gründe bewusst und sachgerecht mit diesem Phänomen umzugehen.
  1. Verringern Sie die Luftfeuchtigkeit indem Sie mehrfach täglich eine kurze (ca. 10 Minuten lange) Stoßlüftung vornehmen.

  2. Lüften Sie vor allem, wenn gerade Wasserdampf entstanden ist: nach dem Duschen, Baden, Kochen, Bügeln usw.

  3. Ein Hygrometer ist ein Messgerät, welches die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt. Damit können Sie besser erkennen, wann die Zeit zum Lüften gekommen ist. Spätestens bei 60% Luftfeuchtigkeit sollte gelüftet werden.

  4. Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen sollten immer geschlossen sein. Immer wenn aufgeheizte Raumluft in einen kühlen Raum gelangt, gibt es einen Kondensatoreffekt d.h. die Feuchtigkeit kondensiert an kühlen Stellen.

  5. Lüften Sie im Winter nicht stetig mit gekipptem Fenster - das Lüften dauert zu lange und die Fensterbank kühlt zu stark ab. Besser: Sie öffnen die Fenster kurze Zeit vollständig (Stoßlüften) und stellen einen leichten Durchzug her.

  6. Je kälter und windiger es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden.

  7. Lüften ist auch sinnvoll, wenn es draußen regnet.

  8. Je mehr Personen sich in einem Haushalt befinden d.h. je mehr gekocht, gewaschen etc. wird, desto öfter muss gelüftet werden.

  9. Möbel nicht direkt an die Außenwand stellen. Am besten einige Zentimeter Abstand von der Wand halten, damit die Luft hinter den Möbeln zirkulieren kann.

  10. Kleinere Schimmelspuren (z.B. an Dichtungen, zwischen den Fliegenfugen usw.) können unproblematisch mit einem Scheuermittel oder einem Allzweckreiniger beseitigt werden. Nur bei großflächigen Schimmelspuren reicht eine rein äußerliche Reinigung nicht mehr aus.

  11. Vorsicht vor Chemikalien, Schimmel-Ex, Antischimmel-Produkten usw. - sie enthalten starke hoch dosierte Herbizide, die nicht nur den Pilzen/ Schimmel gefährlich werden können. Eine Beratung durch einen Fachmann ist hier unbedingt zu empfehlen.

  12. Hat sich der Schimmel bereits großflächig auf der Wand verteilt, hilft kein Überstreichen oder Tapezieren mehr. Die Sporen des Schimmelpilzes können so nicht mehr abgetötet werden. Es hilft nur noch die Stellen zu trocknen und grundlegend neu zu verputzen.

Diese Hinweise stammen vom deutschen Mieterbund.

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„Schimmelpilz-Leitfaden" 1

Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum
in Innenräumen („Schimmelpilz-Leitfaden")

Erstellt durch die Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes
Vorsitz: Dr. Bernd Seifert, Umweltbundesamt
Herausgeber und Redaktion:
Umweltbundesamt, Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes
© 2002 Umweltbundesamt Berlin

Umfang: 74 Seiten, mit Grafiken

Aus dem Inhalt:

A-1 Eigenschaften und Vorkommen von Schimmelpilzen in Innenräumen
A-2 Wirkungen von Schimmelpilzen auf den Menschen
B-1 Bauseitige Maßnahmen
B-2 Richtiges Lüftungs- und Heizverhalten
C-1 Schadensaufnahme bei Vorkommen von Schimmelpilzen in Gebäuden
C-2 Beurteilung von Schimmelpilzen im Innenraum
C-3 Ursachensuche und Sanierungsmaßnahmen
Teil D Fallbeispiele


Aus dem Vorwort:

... Schimmelpilzwachstum kann bei Feuchteschäden in Mauerwerks- und Gebäudestrukturen auftreten, wird zunehmend aber auch in Gebäuden beobachtet, die aus energetischen Gründen aufwändig
abgedichtet wurden. Die Feuchtigkeit – in Wohnungen vor allem durch die Bewohnerinnen
und Bewohner verursacht – wird in solchen Gebäuden oftmals nur unzureichend durch natürliche Lüftung abgeführt und reichert sich deshalb im Raum an.

An wenig durchlüfteten Stellen kann es dann im Laufe der Zeit zum Schimmelpilzwachstum kommen, das nicht immer nur mit verstärktem Lüften vermeidbar ist.

Bis heute gibt es in der Fachwelt keine schlüssige Antwort auf die schwierige Frage, wie Schimmelpilzschäden methodisch sicher und auf einheitliche Weise zu erfassen sind und wie man insbesondere verdeckte Schäden feststellen kann. Auch die gesundheitliche Bewertung der Schimmelpilzbelastungen geschieht wegen einer Reihe noch offener Fragen nicht immer sicher.

Die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes hat in dem vorliegenden Leitfaden das gesamte Thema aufgegriffen und die derzeit vorliegenden Erkenntnisse zusammenfassend dargestellt. Ihr Ziel ist es, mit diesem Leitfaden die Öffentlichkeit zu informieren und den Weg für eine einheitliche Erfassung und Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen zu ebnen. ...

Berlin, November 2002
Prof. Dr. Andreas Troge
Präsident des Umweltbundesamtes

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„Schimmelpilz-Leitfaden" 2

"HILFE! SCHIMMEL IM HAUS Ursachen - Wirkungen - Abhilfe"

Unter dem Titel "HILFE! SCHIMMEL IM HAUS Ursachen - Wirkungen - Abhilfe" ist eine Broschüre des Umweltbundesamtes erhältlich. Auf den Seiten 10-12 sollte man unter der Überschrift "KAMPF DEM SCHIMMELPILZ" erfahren, wie man dem Schimmelpilz zu Leibe rückt.

Die Sanierung von Schimmelpilz befallenen Materialien muss das Ziel haben, die Schimmelpilze vollständig zu entfernen. Eine bloße Abtötung von Schimmelpilzen reicht nicht aus - auch von abgetöteten Schimmelpilzen können allergische und reizende Wirkungen ausgehen. Zugleich sind die Ursachen der Schimmelpilzentstehung zu beseitigen.

Für den Fall, dass nicht sofort mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen werden kann, ist zu prüfen, ob die befallenen Stellen übergangsweise gereinigt und desinfiziert werden können. Empfohlen wird 70- bzw. 80%-iger Ethylalkohol (Ethanol).

Vom Einsatz von Essiglösung wird abgeraten, da viele Baustoffe und insbesondere Kalk eine Neutralisation des Essigs bewirken und außerdem mit dem Essig organische Nährstoffe auf das Material gelangen, die das Pilzwachstum sogar fördern können.

"Ebenfalls raten wir von der Verwendung chemischer Pilzbekämpfungsmittel (Lösungen mit Fungiziden) im Innenraum ab, da nicht auszuschließen ist, dass diese Stoffe über eine lange Zeit in den Innenräumen verbleiben und die Gesundheit der Bewohner gefährden."

Flankierende Maßnahmen sind gezieltes Lüften und Heizen sowie ein Abrücken der Möbel von den Außenwänden (ca. 10 cm Abstand), damit die Gefahr von Taupunktunterschreitungen an schwer zugänglichen Stellen verringert und damit einem weiteren Schimmelpilzwachstum vorgebeugt werden kann.

Es wird darauf hingewiesen, dass poröse Materialien (Tapeten, Gipskartonplatten, poröses Mauerwerk, poröse Deckenverschalungen) nur schwer oder gar nicht gereinigt werden können, da das Schimmelpilzwachstum auch bis in tiefere Materialschichten eingedrungen sein kann. Befallene Bauteile wie z.B. leichte Trennwände sollten daher ausgebaut werden. Auf nicht ausbaubaren Baustoffen muss sichergestellt werden, dass Schimmelpilze vollständig entfernt werden. das gilt auch für tiefer liegenden Schichten.

Es wird empfohlen, dass "umfangreichere Sanierungsarbeiten" von gewerblichen Firmen durchgeführt werden sollten (Firmen zu beauftragen, die mit solchen Sanierungsarbeiten, den hierbei auftretenden Gefahren, den erforderlichen Schutzmaßnahmen und den zu beachtenden Vorschriften und Empfehlungen vertraut sind) und es wird auf die gesundheitlichen Risiken bei Behandlung in eigener Regie hingewiesen.

Die Broschüre wurde auf der Grundlage der von der Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes erstellten Publikation „Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen“ („Schimmelpilz-Leitfaden“) erarbeitet.

Man kann sich die Broschüre beim UBA bestellen
oder als PDF downloaden: http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2276.pdf.
Auch den Leitfaden kann man sich herunter laden:
http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2199.pdf.

Die Broschüre gibt die Maßnahmen fast 1:1 aus dem Leitfaden wieder, weswegen man sich das Durchlesen des 80-seitigen Pamphlets sparen kann. Das erklärte Ziel besteht darin, "mit diesem Leitfaden die Öffentlichkeit zu informieren und den Weg für eine einheitliche Erfassung und Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen zu ebnen.

Eine ausführliche methodische Beschreibung der gewerblich anzuwendenden Sanierungsverfahren ist nicht Gegenstand des Leitfadens und die aufgeführten Maßnahmen und Hinweise erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Dieser fehlende Anspruch auf Vollständigkeit wird deutlich anhand der Beschreibung zum Wiederaufbau von sanierten Flächen, die einem erneuten Schimmelpilzbefall entgegenwirken sollen: "Dazu gehören die Verwendung von Kalk- oder Silikatfarben statt Kunststofffarben oder Lacken sowie der Verzicht auf Tapeten bis zum vollständigen Abtrocknen."

Dazu gehört nämlich der Einsatz einer thermokeramischen Membrantechnologie, deren Wirksamkeit in umfangreichen Tests beim TNO Institut untersucht und belegt wurde. Mehr dazu:
:: Die Lösung des Schimmel-Problems (09.2005)

Wichtig erscheint der Hinweis darauf, dass vom Einsatz fungizider Stoffe abgeraten wird, da diese Stoffe die Gesundheit der Menschen gefährden. In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass Dämmstoffhersteller und insbesondere der Fachverband WDV eben diese Fungizide empfehlen.

Inzwischen gibt es den neuen Leitfaden:
http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2951.pdf

"Der "Schimmelpilz-Sanierungsleitfaden" soll den bisherigen "Schimmelpilz-Sanierungsleitfaden".
Die damals gegebenen Empfehlungen und aufgezeigten Verfahrensschritte haben weiterhin Gültigkeit."

Dipl.-Ing. M. Bumann
17.10.2005

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Schimmelpilz-Leitfaden des UBA

"Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen („Schimmelpilz-Leitfaden“)", erstellt durch die Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes, Herausgeber und Redaktion: Umweltbundesamt, Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes, Berlin, 2002


Inhalt: Kapitel / Inhalt / Seiten

Vorwort 1
Einleitung 3

Teil A Grundsätzliches
A-1 Eigenschaften und Vorkommen von
Schimmelpilzen in Innenräumen 5
A-2 Wirkungen von Schimmelpilzen
auf den Menschen 10
A-2.1 Allergische Reaktionen 11
A-2.2 Reizende und toxische Wirkungen 13
A-2.3 Pulmonale Mykosen 15

Teil B Vorbeugende Maßnahmen gegen Schimmelpilzbefall
B-1 Bauseitige Maßnahmen 16
B-2 Richtiges Lüftungs- und Heizverhalten 16
B-2.1 Luftfeuchtigkeit und Lüftung 17
B-2.2 Luftaustausch im Gebäude 19
B-2.3 Richtiges Lüften 21
B-2.4 Raumlufttechnische Anlagen 23

Teil C Bestandsaufnahme und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen
C-1 Schadensaufnahme bei Vorkommen von Schimmelpilzen in Gebäuden 25
C-1.1 Begehung 27
C-1.2 Bestimmung von Schimmelpilzbelastungen 30
C-1.2.1 Messung kultivierbarer Schimmelpilze in der Innenraumluft 31
C-1.2.2 Messung von kultivierbaren Schimmelpilzen im Hausstaub 33
C-1.2.3 Messung kultivierbarer Schimmelpilze durch Sedimentation 34
C-1.2.4 Messung der kultivierbaren Schimmelpilze in Material- und Oberflächenkontaktproben 34
C-1.2.5 Messung der Gesamtzellzahl (Gesamtsporenzahl) 35
C-1.3 MVOC-Messungen 36
C-1.4 Schimmelpilzspürhunde 39
C-1.5 Qualitätssicherung 40
C-1.5.1 Qualitätsanforderungen an die Untersuchungseinrichtung 40
C-1.5.2 Hilfestellungen zur internen und externen Qualitätssicherung 42
C-2 Beurteilung von Schimmelpilzen im Innenraum 43
C-2.1 Bewertung von Materialproben 43
C-2.2 Bewertung von Luft- und Staubproben 45
C-2.2.1 Bewertung von Luftproben 46
C-2.2.3 Bewertung von Staubproben 49
C-3 Ursachensuche und Sanierungsmaßnahmen 49
C-3.1 Ursachensuche 50
C-3.2 Sanierung 53
C-3.2.1 Kurzfristige Maßnahmen 54
C-3.2.2 Langfristige Maßnahmen 54

Teil D Fallbeispiele
Fallbeispiel 1: Autohaus 58
Fallbeispiel 2: Schule A 59
Fallbeispiel 3: Kindergarten 60
Fallbeispiel 4: Verbindungsflur mit Altschaden 61
Fallbeispiel 5: Schule B 63

Anhänge Anhang 1: Begehungsprotokoll 66
Anhang 2: Weiterführende Literatur 72

Sie haben richtig gelesen, der Leitfaden umfasst 74 Seiten (S. 75 und 76 des PDF sind leer).
Es geht auch kürzer:

:: 10 Goldene Regeln gegen Schimmelpilz

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