10 Goldene Regeln gegen Schimmelpilz
Richtig Heizen und Lüften
Richtiges Lüften beim Heizen
- Eine fachgerechte
Bekämpfung von Schimmelpilzen ist technisch machbar, aber oft sehr
teuer. Deshalb ist Prävention wichtig. Auch nach erfolgreicher
Schimmelbekämpfung sind die vorbeugenden Maßnahmen unerlässlich.
- Verringern Sie das
Nahrungsangebot für den Schimmel. Dazu gehören Tapeten,
Tapetenkleister, Textilien und Holz – aber auch Hausstaub. Kommt
Feuchte durch Kondensation (Tauwasserbildung) hinzu, ist das
Schimmelpilzwachstum vorprogrammiert. Bedenken Sie, dass Sporen
überall unsichtbar herumfliegen.
- Trennen Sie in der
Wohnung „warm“ und „kalt“ bzw. „feucht“ und „trocken“, damit keine
feuchte warme Luft in kältere Räume zieht und dort kondensiert
(Tauwasserbildung an kühlen Flächen). Das bedeutet: Türen zu.
- Überwachen Sie die
Raumluftfeuchte, ein billiges Hygrometer aus dem Bau- oder vom
Flohmarkt genügt – das Optimum liegt bei 50% rel. LF. Es gibt auch
viel teurere Geräte, gemessen werden immer nur Feuchte und
Temperaturen.
- Bedenken Sie, wer
und was alles Wasser abgibt (Atmen, Kochen, Duschen, Pflanzen,
Aquarium …), das von der Luft aufgenommen werden muss. Warme Luft kann
viel Wasserdampf aufnehmen, die Luftfeuchte steigt, absolut und
relativ. Zur Kontrolle: siehe 4. Kühle Flächen führen zu Kondensat,
wenn die Taupunkttemperatur unterschritten wird.
- Lüften bewirkt zwar
Lüftungswärmeverluste, ist aber aus hygienischen Gründen unerlässlich.
Der Austausch von warmer feuchter Luft gegen kalte trockene Luft senkt
die relative Luftfeuchte im Raum. Zur Kontrolle: siehe 4. Haben Sie
keine übertriebene Angst vor zu hohen Energieverlusten. Bedenken Sie
dabei: um trockene Luft auf Temperatur zu halten, ist weniger
Heizenergie erforderlich als bei feuchter Luft.
- Unterlassen Sie das
falsche Kipplüften. Der Luftaustausch ist ungenügend und eher erfolgt
ein Auskühlen als ein richtiger Lüftungserfolg. Den hartnäckigen
Kipplüfter erkennt man daran, dass sich an der Fassade über dem
Fenstersturz Schlieren von Schimmelpilz bilden. Wenn möglich, lüften
Sie quer, ansonsten ist Stoßlüften angesagt.
- Wand- und
Deckenflächen müssen erwärmt werden, um nicht unter die
Taupunkttemperatur zu fallen. Ganz ohne Heizen geht das nicht.
Vermeiden Sie es, Möbel ganz nah an Außenwände zu stellen, weil dann
weder Wärmestrahlung noch Luftzirkulation (Konvektion) dort hinkommen.
- Wenn neue Fenster
eingebaut werden, sind sie in aller Regel hermetisch dicht. Entweder
passen Sie Ihre Lüftungsgewohnheiten an oder Sie sorgen für
anderweitigen Luftwechsel. Das Herausnehmen von Gummilippendichtungen
ist die einfachste Variante, es geht aber auch kontrollierter und
teurer.
- Ist es erst einmal
zu Schimmelpilzbefall gekommen, ist es wichtig die Ursachen
abzustellen. Teure Analysen zur Bestimmung der Schimmelpilzart helfen
nicht wirklich weiter, denn gesundheitsschädigend bzw. giftig sind sie
alle. Eine Ursachenermittlung und Ursachenbeseitigung hilft Ihnen
weiter. Sprechen Sie ein zertifiziertes
Fachunternehmen an.
DIMaGB,
Berlin
15.03.2008
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