Schimmel im Keller?
Die folgenden drei Bilder zeigen eine Kellerwand aus Ziegelmauerwerk, die mit
einem mineralischen Dünnputz aus Zementmörtel versehen wurde. An mehreren
Stellen bildeten sich weiße Härchen, deren Herkunft sich keiner erklären konnte.
Schimmelpilz?



Die Details zeigen, wie lang die verdächtigen "Haare" in kurzer zeit gewachsen
sind. Bis zu 1,5 cm lang und alle in reinem Weiß. Schimmel hat ja auch weiße
Haare. Aber wie kann Schimmelpilz auf alkalischem Untergrund gedeihen? [Kalzium
Ca gehört zu den Erdalkalimetallen, Zementputz ist mit einem pH-Wert von 13,
also >10, stark alkalisch, alkalisch bedeutet: es liegen mehr negativ
geladene Hydroxid-Ionen (OH-) vor als Protonen (H+),
Portlandzement enthält ca. 60-65% Calciumoxid (CaO)].
Oder sind es gar Ettringitkristalle, die sich aus der Reaktion von
Calcium- und Sulfationen mit Tricalciumaluminat bilden? Aber
doch nicht so groß. Und warum sollen sich die ausblühfähigen Salze, die
hydraulische Kalke [Zement ist ein durch den Brennvorgang entstandener
hochhydraulischer Kalk] enthalten können, so örtlich konzentriert darstellen?

Auflösung folgt.
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